So funktioniert die Zuschnittoptimierung
Wer eine Küche, einen Schrank oder ein Regal aus Plattenmaterial baut, steht vor derselben Aufgabe: viele rechteckige Teile sollen so auf möglichst wenigen Platten untergebracht werden, dass wenig Verschnitt entsteht. Von Hand auf Karopapier ist das mühsam, und meist bleibt eine Platte mehr übrig als nötig.
Dieser Rechner verteilt die Teile automatisch. Er arbeitet mit Trennschnitten, die immer über die ganze Platte laufen – so, wie eine Formatkreissäge oder ein Plattenaufteilzentrum tatsächlich sägt. Das Ergebnis lässt sich also eins zu eins umsetzen und ist kein theoretisches Puzzle.
Schnittfuge nicht vergessen
Jeder Schnitt frisst Material in Breite des Sägeblatts. Bei 3,2 mm und zwanzig Schnitten sind das über 6 cm – genug, damit die letzte Reihe nicht mehr passt. Der Rechner zieht die Fuge zwischen allen benachbarten Teilen ab. Den Wert findest du auf dem Sägeblatt selbst unter der Angabe b oder als Schnittbreite im Datenblatt.
Maserung und Dekorrichtung
Bei furnierten Platten, Holzdekoren und Leimholz darf ein Teil nicht beliebig gedreht werden, sonst läuft die Maserung quer. Solche Positionen bekommen in der Tabelle kein Häkchen in der Spalte ↻ und behalten ihre Ausrichtung. Bei einfarbigen Platten, MDF und Rückwänden kannst du das Drehen erlauben – das spart oft eine ganze Platte.
Restplatten mitverwenden
Du kannst mehrere Formate gleichzeitig eintragen. Lässt du die Stückzahl leer, gilt das Format als unbegrenzt verfügbar – das ist die Neuware. Trägst du eine Zahl ein, behandelt der Rechner das Format als vorhandenen Restbestand und verbraucht es zuerst. So landen die Reste vom letzten Projekt im Plan, statt weiter im Regal zu stehen, und du kaufst nur das nach, was wirklich fehlt.
Besäumung
Rohplatten haben oft beschädigte oder nicht rechtwinklige Kanten. Trägst du eine Besäumung von zum Beispiel 10 mm ein, wird ringsum ein Streifen abgezogen und nicht belegt.
Weitere Rechner
Latten, Kanthölzer, Rohre und Profile rechnet der Leistenzuschnitt aus – dort mit Einkaufsliste und mehreren Handelslängen. Für Laminat, Vinyl und Parkett gibt es den Verlegeplan.
Häufige Fragen
Für welche Materialien eignet sich der Rechner?
Für alles, was als Rechteckplatte geliefert und mit geraden Schnitten geteilt wird: Spanplatte, MDF, HDF, Multiplex, Sperrholz, Leimholz, OSB, aber auch Acrylglas, Alu-Verbundplatten oder Gipskarton.
Sind die Restestücke wirklich brauchbar?
Ausgewiesen wird nur, was als zusammenhängendes Rechteck übrig bleibt und in beiden Richtungen mindestens 100 mm misst. Diese Stücke kannst du beiseitelegen und beim nächsten Projekt als eigenes Plattenformat wieder eingeben.
Werden meine Maße irgendwo gespeichert?
Nein. Die Berechnung läuft vollständig in deinem Browser, es werden keine Daten an einen Server geschickt.
Warum braucht der Plan mehr Platten als die reine Fläche ergibt?
Die Summe der Teileflächen ist nur die theoretische Untergrenze. Durch Schnittfugen, ungünstige Seitenverhältnisse und die Bedingung durchgehender Trennschnitte liegt der erreichbare Nutzungsgrad in der Praxis meist zwischen 75 und 90 Prozent.